„Ich kann einen Neuanfang verkörpern“ – OB-Kandidat Gert-Uwe Mende beim Frühlingsempfang der Wiesbadener SPD

„Ich lebe schon lange in Wiesbaden. Aber ich bin nicht Teil des städtischen Politikapparats. Ich kann deshalb einen Neuanfang im Rathaus verkörpern.“

Bild: Christina Franzisket

„Ich lebe schon lange in Wiesbaden. Aber ich bin nicht Teil des städtischen Politikapparats. Ich kann deshalb einen Neuanfang im Rathaus verkörpern.“ Als Oberbürgermeisterkandidat Gert-Uwe Mende beim Frühlingsempfang der SPD im ZR6 am Zietenring die Bühne betrat, hatte er die Sympathien des Publikums auf seiner Seite, noch bevor er seine politischen Positionen darlegte.

Ganz obenan gilt für „GUM“: bezahlbaren Wohnraum schaffen. Sowohl durch Nachverdichtung als auch auf freien Flächen. Mit allen Mitteln müsse verhindert werden, dass die soziale Schere immer weiter auseinanderklafft. Beispielgebend ist für Mende die Stadt Frankfurt, wo die Mieten der städtischen Gesellschaften nur um maximal ein Prozent pro Jahr ansteigen dürfen. Mende: „Man kann nicht warten, bis die Mieten ins Uferlose steigen.“

Grund und Boden dürfe man nicht nach maximalem Profit verwerten, sondern nach Konzeptvorgaben. Bei dem Zukunftsprojekt Ostfeld sei es schon gelungen, die Bodenpreise einzufrieren. Dort könne ein „Prototyp für nachhaltige Entwicklung“ entstehen. Ihm, Mende, sei bei diesen Fragen allerdings nicht klar, wo die anderen Kandidaten stehen. Das sei ein Punkt, „wo es dünn wird.“

Zum Öffentlichen Nahverkehr: Hier sei das Wiesbadener Bus-System an seine Grenzen gestoßen. Mende: „Ich bin eindeutig für eine City-Bahn.“ Sie habe größere Kapazität, mehr Komfort. Aber: Er sei um des Friedens willen dafür, dass die Bürger das entscheiden.

Schließlich will Gert-Uwe Mende sich um die Lage der 10.000 armen Kinder in der Stadt kümmern, die von staatlichen Leistungen leben. Es müsse endlich der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und schlechtem Zugang zu Bildungschancen  durchbrochen werden. Zur Schulsanierung sagte der Sozialdemokrat: „Die besten Schulen müssen in den schwierigsten Stadtteilen stehen.“ Konkret heißt das für ihn zum Beispiel: die Leuschnerschule in einen ordentlichen Zustand zu versetzen. Auch damit das neue Leitungsteam die bisher erfolgreiche Arbeit  fortsetzen kann.

Gert-Uwe Mende rief dazu auf, sowohl bei der OB-Wahl als auch bei der Europawahl am 26. Mai ein klares Zeichen gegen den wieder aufkeimenden Nationalismus zu setzen.

Bevor sich der „Boogiebaron“ Alexander von Wangenheim an den Flügel setzte, wurde Gert-Uwe Mende mit lang anhaltendem, herzlichem Beifall von der Bühne verabschiedet.                                             (mag)